
Biologie
In den letzten Jahren konnten wir durch großzügige Spenden einen Satz neuer Mikroskope und neue Mikrosopierleuchten anschaffen, die ganz hervorragend funktionieren.
Ein neuer Laptop aus Spendengeldern lässt Multimedia in den Chemie- und Biologieunterricht am MT einziehen. Im Biologie- und Chemieübungssaal sind jetzt Beamer angebracht, über die auch der ans Schulnetz angeschlossene PC genutzt werden kann. Viele DVDs und CD-ROMs, die wir in den letzten Jahren v.a. durch den Förderverein anschaffen konnten, können nun einfach präsentiert werden.
P-Seminar Naturmuseum
Das P-Seminar Naturmuseum 2010/12 hat einen Audioguide für das Naturmuseum entwickelt. Noch hat sich kein Sponsor für mp3-Geräte gefunden und die Webseite des Museums wird überarbeitet, deshalb können hier die mp3-Dateien herunter geladen werden.
Intro (mp3)
Station 1: Stammbaum der Lebewesen (mp3)
Station 2: Farben im Tierreich (mp3)
Station 3: Funktionen der Farben (mp3)
Station 4: Gifttiere und giftige Tiere (mp3)
Station 5: Symbiose (mp3)
Station 6: Zecken als Parasiten und Krankheitsüberträger (mp3)
Station 7: Verhaltensänderungen durch Parasiten (mp3)

Auch unser "BlueGenes"-Koffer kommt immer wieder zum Einsatz, mit dem man einige kleine Experimente aus der Molekularbiologie durchführen kann.
Der Biologieunterricht am MT kann natürlich auch durch viele altbewährte Präparate, Modelle und Medien bereichert werden, die der Fundus einer alteingesessenen Schule bietet.
Eigenversuche mit dem "Bodytransformer"
Der Leistungskurs Biologie konnte im Fitness- und Rehazentrum "Injoy-med" im Bohus-Center in der Halderstraße am eigenen Leib erfahren, dass sich Muskeln auch durch externe Stromimpulse kontrahieren. Wir durften den sog. "Bodytransformer" ausprobieren, der ein effektives Ganzkörper-Muskeltraining ermöglicht. Über Elektroden, die auf der angefeuchteten Kleidung angebracht werden, werden Stromimpulse auf die Muskeln übertragen,die sich daraufhin kontrahieren. Der Grad der Kontraktion wird durch den Trainer in Absprache mit dem Trainierenden geregelt.
Wir testeten dabei nur das Training an den Armen. Bereits die statischen Übungen riefen erstaunte Aha-Effekte hervor. Dass aber durch anstrengende Muskelanspannung noch eigene Bewegungen möglich sind, wurde durch dynamische Übungen ("Daumen nach oben, dann nach unten drehen") ersichtlich.

Unsere Trainerin Sonja forderte die Teilnehmer zu Höchstleistungen heraus, der Muskelkater am nächsten Tag verriet es. Wir durften noch weitere High-Tech-Geräte für den Fitness- und Rehabereich ansehen, z.B. die "Powerplate" zur Muskelkräftigung und den "Hypoxi-Trainer" gegen Cellulite. Ganz herzlichen Dank an Geschäftsführer Christian Lippert und die beiden Trainerinnen, die uns diese interessante "Fitness"-Stunde ermöglicht haben!
Experimentieren im Gläsernen Labor
"...ja, das war jetzt ein Siedeverzug...". Diesen Satz konnte fast jeder aus dem Biologie-Lk von Frau Kosmala oder der Laborleiterin hören, als beim Erhitzen eines Reagenzglasinhaltes dieser unvermittelt herausspritzte. Dank Schutzbrillen und Schutzkitteln wurde aber niemand verletzt, die Anweisung "gut schütteln!!" aber verinnerlicht.
Dass es nicht bei dieser Erfahrung bleib, dafür sorgten gut ausgewählte Experimente zu Enzymen, die unser Biologie-Leistungskurs im "Gläsernen Labor" der GSF in Neuherberg durchführen konnte.
Das Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt hat dieses Labor eingerichtet. Schulklassen können Experimente zu bestimmten naturwissenschaftlichen Themen möglichst eigenständig, aber natürlich nach Anleitung, durchführen und dabei entdecken, wie faszinierend naturwissenschaftliche Phänomene sind.
Zusätzlich sollen die Schülerinnen und Schüler die GSF als Forschungseinrichtung kennen lernen und verstehen, wie Grundlagenforschung funktioniert und warum sie wichtig bzw. nötig ist. Je nach Thema werden aktuelle Forschungsprojekte der GSF vorgestellt.
Versuche mit Enzymen der Leber, Untersuchungen der Schwermetallwirkung auf Enzyme, Arbeiten mit Photometer sowie Nachweisreaktionen standen für uns auf dem Programm. Alle Versuche waren hervorragend hergerichtet mit allen benötigten Geräten und Chemikalien, so dass man jeweils sofort loslegen konnte. "Echte" Laborgeräte wie Eppendorfpipetten oder der Vortex-Schüttler, die an der Schule höchstens zum Vorführen dienen, vermittelten das richtige Forscher-Feeling.
Oft musste man sich aber das genaue Vorgehen für ein Experiment erst überlegen, aber die Laborleiterin Frau Dr. Antje Brandt half dabei mit guten Tipps.
Vieles klappte reibungslos, aber wir erkannten, dass auch im "richtigen" Labor nicht alle Versuche die Ergebnisse bringen, die im Lehrbuch stehen.
Interessant war auch zu sehen, wie das Hantieren mit einem Stück Schweineleber Emotionen wecken kann...
Wir danken dem Gläsernen Labor und Frau Brandt für den erlebnisreichen Tag!
J. Kosmala
Bericht über den Besuch im Bezirkskrankenhaus Augsburg
Obwohl psychische Krankheiten in Deutschland weit verbreitet sind, werden sie in unserem Lehrplan nicht angesprochen. Deshalb hatte Frau Lindermayr die Idee mit ihrem Leistungskurs Biologie der 12. Klasse einen Unterrichtsgang in das Bezirkskrankenhaus Augsburg zu unternehmen, welchem sich auch die 2 Grundkurse Biologie der 13. Klasse in Begleitung von Herrn Landes und Herrn Greiner anschlossen.
Also trafen wir uns am 16. Februar um 8.45 Uhr vor dem Haupteingang des Bezirkskrankenhauses, wo wir von Professor Dr. Max Schmauß herzlich in Empfang genommen wurden. Anschließend führte er uns in einen Saal, in dem er das Wort an Oberärztin Frau Dr. Bauer übergab, die einen interessanten Vortrag über Essstörungen hielt.
Wir erfuhren, dass weniger als 15% der Bevölkerung mit ihrem Gewicht zufrieden sind und 50% aller Mädchen zwischen 11 und 19 Jahren sich für zu dick halten. Das erstaunliche Ergebnis einer Umfrage von 9-13 jährigen Schülern aus München besagt, dass ca. 30% der Jungen und ca. 36% der Mädchen schon eine Diät hinter sich haben. Neben Details über Magersucht und Bulimie wurde uns erklärt, wie man Essstörungen in seinem Umfeld erkennen kann. Zum Beispiel, dass das Denken ständig um Kalorien, Gewicht und Abnehmen kreist und man seine Figur immer mit der Traumfigur von anderen vergleicht.
Nach diesem Vortrag stellte uns Frau Bauer eine Betroffene vor, die an Bulimie erkrankt ist und uns ihre Lebensgeschichte erzählt hat. Obwohl die Patientin nicht verpflichtet war, die vielen Fragen unsererseits zu beantworten, tat sie dies ohne Zögern.
Nach der kurzen Pause, in der Getränke und Butterbrezen zur Verfügung gestellt wurden, erklärte uns Frau Bauer, was man unter dem Borderline-Syndrom versteht. Es handelt sich hierbei um eine Persönlichkeitsstörung, bei der sich die Betroffenen selbst bei Kleinigkeiten persönlich angegriffen fühlen und häufig in so große Depressionen geraten, dass sie sich selbst verletzen um den Schmerz zu lindern und somit eine Erleichterung zu erfahren.
Auch zu dieser Krankheit erklärte sich eine Patientin bereit, uns kurz etwas über ihre Situation vor und nach dem Anfang ihrer Behandlung zu erzählen und uns ebenfalls viele Fragen zu beantworten, obwohl es ihr offensichtlich etwas unangenehm war. Beide Patientinnen waren sich einig, dass die Behandlung im BKH ihnen deutlich geholfen und Hoffnung auf ein normaleres Leben gegeben hat.
Ein wichtiger Bestandteil der Therapie sind die Treffen mit anderen Betroffenen, mit denen sie sich austauschen können, um zu wissen, dass sie mit ihrer Krankheit nicht allein sind. Eine große Hilfe sind auch die sogenannten Skills. Die Patienten bekommen eine Liste von Möglichkeiten einen Rückfall zu vermeiden und finden die für sie am wirksamsten heraus (z.B. kalt duschen oder extrem laut Musik hören).
Besonders wichtig ist die Beziehung zwischen den Patienten und Ärzten. Es muss ein großes Vertrauen aufgebaut werden, damit sich die Betroffenen den Ärzten gegenüber öffnen. Am Ende hatten wir noch die Möglichkeit, allgemeine Fragen zum Beruf des Psychiaters zu stellen, durch die wir erfahren haben, dass Menschen, die selbst Probleme mit sich haben, auf keinen Fall diesen Beruf ausüben sollten, da er sehr belastend ist. Frau Bauer teilte uns mit, dass sie selbst, soweit möglich, es vermeidet, in ihrer Freizeit über ihre Arbeit zu sprechen oder Bekannten zu diesen Themen Fragen zu beantworten. Trotzdem ist es auch für die Ärzte wichtig, sich gegenseitig auszutauschen, da manche Schicksale sie an ihre eigenen Grenzen bringen können.
Zum Abschluss möchten wir an dieser Stelle unseren Dank an die Ärzte des Bezirkskrankenhauses richten, die uns einen interessanten und umfassenden Einblick in ihre Arbeit mit psychisch Kranken gewährt haben und an die beiden Betroffenen, die so nett und offen mit uns geredet haben. Es kostet mit Sicherheit einiges an Überwindung, seine Krankengeschichte vor über 70 Schülern zu erzählen.
Unser spezieller Dank geht an Frau Lindermayr, die dies alles erst ermöglicht hat. Aufgrund ihrer Initiative sehen wir psychisch Kranke nun aus einem anderen Blickwinkel.
Nach diesem Exkurs zeigten die Kommentare unserer Mitschüler, dass sie unsere Meinung teilen. So meinte z.B. eine Schülerin: "Der Besuch Im BKH war sehr informativ und interessant. Vor allem die Einzelschicksale der beiden Patientinnen, die mit uns sehr offen über ihre Krankheiten, Erfahrungen und Gefühle gesprochen haben, sind mir sehr nahe gegangen".
Wir hoffen, dass noch viele weitere Jahrgänge nach uns die Möglichkeit bekommen einen solchen Ausflug zu unternehmen. Ein anderer Schüler sagte: "Meiner Meinung nach ist die Arbeit der behandelnden Ärzte bewundernswert. Es ist nicht leicht, mit den teilweise sehr komplizierten Patienten klarzukommen und Beruf und Privatleben zu trennen. Zudem muss man erwähnen, dass mich die persönlichen Situationen der Patientinnen sehr bewegt haben und ich bewundere, wie viel Durchhaltungsvermögen sie haben. Alles in allem war es eine interessante Erfahrung, die ich nicht vergessen werde. Ich war sehr beeindruckt."
Annika Nagel und Linda Bechtel
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