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Sozialkunde





Sozialpraktische Grundbildung - Praktikum (G9)

Um für die Zukunft - bis zum Inkrafttreten des neuen Lehrplans - Unklarheiten auszuräumen, hier die wesentlichen Informationen für Eltern und Schüler:

Rechtlicher Rahmen:

In Art.50 BayEUG wird in Absatz 3 ausgeführt, dass im Rahmen des Unterrichts eine fachpraktische Ausbildung vorgeschrieben werden kann; nach Abs.4 kann das zuständige Staatsministerium auch Praktika fordern, soweit dies für das Erreichen des Ausbildungsziels erforderlich ist. Dies trifft für das Sozialpraktikum am Sozialwissenschaftlichen Gymnasium zu.

In der GSO wird unter § 52 in Abs.3, Anmerkung 2, festgelegt, dass bei Schülern des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums das Vorrücken in die Jahrgangsstufe 12 die erfolgreiche Ableistung eines mindestens dreiwöchigen Sozialpraktikums voraussetzt.
In der Anlage 1 der GSO, Anmerkung 8, wird außerdem darauf hingewiesen, dass das Sozialpraktikum in den Ferien im Verlauf der Jahrgangsstufe 11 abzuleisten ist.

Es handelt sich beim Sozialpraktikum um eine schulische Veranstaltung: Bleibt ein Schüler dem Praktikum unentschuldigt fern, so hat er die versäumten Veranstaltungen nachzuholen. Kann er diese im Verlauf der Jahrgangsstufe 11 mit ausreichender Entschuldigung nicht nachholen, so erhält er eine entsprechende Bemerkung im Zeugnis mit der Folge des § 52 (1) Satz 3 GSO!
Bei unentschuldigtem Fernbleiben werden zum einen entsprechende Ordnungsmaßnahmen gemäß Art. 86 BayEUG eingeleitet, zum anderen wird das Praktikum als „nicht erfolgreich abgeleistet“ gewertet, ein Vorrücken ist dann nicht möglich.


Aufgabe des Praktikums:

Dem Schüler soll „eine vertiefte Begegnung mit der sozialen Wirklichkeit vermittelt und Formen sozialer Tätigkeit sowie die Notwendigkeit sozialen Engagements nähergebracht“ (Schreiben des Staatsministeriums vom 26.6.1995) werden.

Der Lehrplan für Sozialpraktische Grundbildung von 1991 gibt weitere Hinweise: u.a. unmittelbares Erleben und Erfahren, Erkunden von sozialen Einrichtungen und Betrieben, Überprüfung theoretischer Kenntnisse in Praxisbezügen, vertiefter Einblick in verschiedene Lebensphasen und Sozialbereiche, Zuwendung zu den Mitmenschen, Einfühlen in deren Bedürfnisse und Probleme, altersgemäßes und situationsangemessenes soziales Engagement, Orientierung für die eigene Berufswahl, Unterstützung des Selbstfindungsprozesses der Jugendlichen.


Themenbereiche:
  • das Kind: Entwicklung und Erziehung im sozialen Umfeld
  • Mensch und Arbeitwelt: soziale Aspekte von Arbeit und Beruf in der modernen Industriegesellschaft
  • der alte Mensch: soziale Lebenswelt, Aufgaben für den einzelnen und die Gesellschaft
  • entsprechend den örtlichen Gegebenheiten: der hilfsbedürftige Mensch und/oder Mensch und Gemeinschaften - Organisationen und Institutionen der sozialen Dienste

Praktikumsplätze:

Entsprechend finden Praktika in der Regel in Kindergärten, Krankenhäusern, Altenheimen, Behinderteneinrichtungen oder in Betrieben mit Sozialstation statt. Sie können auch in der Form von Schwesternhelferinnen- bzw. Pflegehelferkursen beim Roten Kreuz, dem Johanniterorden oder einer anderen sozialen Institution erfolgen.
Außerdem bieten sich an: Sozialamt, Arbeitsamt, Jugendamt, Jugendhäuser, Augsburger Tafel, Werkstatt Solidarische Welt, usw.
Auch die Mitarbeit in der Personalabteilung oder beim Betriebsrat eines Unternehmens, bei Gewerkschaften oder der IHK sind möglich.
Weitere Einsatzmöglichkeiten sind vorstellbar.

Grundsätzlich bedarf es jedoch der Rücksprache mit der Fachlehrkraft in Sozialkunde bzw. Sozialpraktischer Grundbildung.


Organisatorisches:
  • Unmittelbarer Ansprechpartner der Schüler ist die unterrichtende Fachlehrkraft.
  • Das Praktikum ist grundsätzlich in der 11.Jgst. während der Ferien als drei- bis vierwöchiges Blockpraktikum zu absolvieren. Dabei besteht die Möglichkeit, dass der Schulleiter ein Teil des Praktikums außerhalb der Ferien stattfinden lässt.
  • Eine Teilung des Praktikums ist leider manchmal nicht zu vermeiden. Aus diesem Grund besteht Einverständnis darin, eine Zweiteilung zuzulassen, wenn das Sozialpraktikum bei derselben Institution abgeleistet wird.
  • Arbeitszeiten: es ist ein normaler Arbeitstag zugrunde zu legen, also 7,5 bis 8 Stunden pro Tag mit Pausen, keine Nachtarbeit oder Schichtdienst. Die üblichen arbeitsrechtlichen Bestimmungen für Jugendliche sind zu beachten.
  • Eine Praktikumsbescheinigung (nicht handschriftlich, amtliches Schreiben mit exakten Angaben zur Tätigkeit und Dauer, Stempel und Unterschrift des Arbeitgebers) muss der Schule nach erfolgreicher Beendigung des Praktikums vorgelegt werden.
  • Für weitere Informationen stehen Schülern und Eltern der Fachbetreuer für Sozialkunde und Geschichte und die Schulleitung zur Verfügung.


StD J.Spendel



Info zu Studienfahrten

Exkursionen gehören im sozialwissenschaftlichen Zweig unseres Gymnasiums zu den Möglichkeiten, abseits des üblichen Schulalltags interessante Einblicke in gesellschaftlich und politisch wichtige Bereiche zu gewinnen. Besuche von sozialen Einrichtungen wie den Behindertenwerkstätten in Ursberg (Tagesfahrt) oder politischen Institutionen wie dem Bundestag und ausgewählten Ministerien (Studienfahrt über eine Woche) stehen dabei auf dem Programm.
Als besonders beliebt haben sich die Berlin-Fahrten der 10.Klassen erwiesen: Berlin, nicht nur politisches Zentrum, sondern auch kulturelles "Highlight", verspricht genug Abwechslung, manch ein Schüler würde gerne länger bleiben. Da auch der deutsche Bundestag so eine Reise bezuschusst, hält sich die finanzielle Belastung in Grenzen.

Sp


Berlinfahrten der 10. Klassen

Berlin ist eine Reise wert - und das nicht nur, um das Flair einer Weltstadt zu erleben, sondern vor allem, um Politik in der Anschauung zu erfahren. Föderalismus, Bundesrat, Bundestag, gesetzgeberische Arbeit, Inhalte des Lehrplans der 10. Jahrgangsstufe, sie verlieren ihr theoretisches Gesicht, wenn man die Institutionen besuchen kann.
Kern der Studienfahrten nach Berlin ist ein Besuch des Bundestages. Das im Unterricht erworbene Wissen über Fraktionen, Sitzungen, Arbeit und Organisation des Bundestages kann mittels eines Referentenvortrags vor Ort vertieft werden. Wenn man besonderes Glück hat, darf man auf der Besuchertribüne eine Debatte im Plenarsaal mitverfolgen und kann Politiker, die aus den Nachrichten bekannt sind, direkt beobachten.
Anregend ist immer das Gespräch mit dem einladenden Abgeordneten, der sich aufgeschlossen den Fragen der Schülerinnen und Schüler stellt.
Natürlich darf ein Gang auf die Kuppel des Reichstages nicht fehlen: Man hat einen phantastischen Blick über Berlin.
Beim Besuch verschiedener Ministerien - empfehlenswert ist immer das Verteidigungsministerium - erhalten die Schülerinnen und Schüler Einblick in Strukturen und Arbeitsabläufe. In anschließenden Diskussionen können (mitunter recht lebhaft und kritisch) anfallende politische Entscheidungen und Probleme besprochen werden.
Ein Gang durch das Regierungs- und Botschaftsviertel vermittelt nicht nur den Eindruck unterschiedlicher architektonischer Gestaltung, sondern auch das Bewusstsein, dass politische Arbeit nicht nur im Bundestag erfolgt. Man sollte auch dem Bundesrat einen Besuch abstatten: Das Innere wirkt im Gegensatz zum lichtdurchfluteten Plenarsaal des Bundestages eher düster und alterehrwürdig. Bei Planspielen können Schülergruppen in die Rolle der Landesregierungen schlüpfen und "praktisch" die Entscheidungsfindung im Bundesrat simulieren. Schade ist allerdings, dass dazu nicht mehr der Sitzungssaal benutzt werden darf.
Es fällt schwer, bei dem reichhaltigen Angebot, das Berlin bietet, kulturelle Schwerpunkte zu setzen. Bei den Schülern zwar weniger beliebt, aber für die Allgemeinbildung geradezu ein Muss ist die Besichtigung der Schätze des Pergamon-Museums. Beeindruckt zeigen sich dagegen die meisten Jugendlichen vom "Mauermuseum" am ehemaligen Checkpoint Charly. Eine Fahrt nach Potsdam mit der Besichtigung von Schloss Sanssouci kann an die preußische Vergangenheit, aber auch - mit dem Blick auf Cecilienhof - an das Ende des Zweiten Weltkriegs erinnern. Die Dokumentationen im Haus der Wannsee- Konferenz und im nahe gelegenen Konzentrationslager Sachsenhausen lassen die Unmenschlichkeit des nationalsozialistischen Regimes deutlich werden.
Einzelne Berliner Viertel kann man am Abend (versteht sich in Gruppen) durchstreifen oder am Kurfürstendamm in der Freizeit entlang flanieren, so dass auch der Spaß und die Entdeckungsfreude nicht zu kurz kommen.
Dlugosch


Auch in der Kollegstufe bieten sich Studienfahrten an, z.B. nach Straßburg, Luxemburg oder Brüssel. Nachfolgend das Programm des LK Sozialkunde von 2004:

Leistungskurs Sozialkunde, Studienfahrt nach Brüssel (17. 02. 04 bis 20. 02. 04)


Bei der NATO
Lk Sozialkunde in Brüssel
Dienstag, 17. 02. 04 Anreise (mit Zwischenaufenthalt in Aachen)
Mittwoch, 18. 02. 04 Besuch des Europäischen Parlaments in Brüssel (9.15 - 11 h)
Besichtigung des Plenarsaals, Vortrag und anschließende Diskussion mit dem Referenten
Gespräch mit Herrn Markus Ferber MdEP (11 - 12 Uhr)
Ausflug nach Antwerpen: Stadtführung 14 - 16 Uhr; eine Stunde zur freien Gestaltung, Rückfahrt nach Brüssel
Donnerstag, 19. 02. 04 Besuch bei NATO/SHAPE (9.30 - 12.30 Uhr)
Besuch in der Bayerischen Vertretung (14.30 - 16 Uhr) in Brüssel
Freitag, 20. 02. 04 Heimreise ( Waterloo; Zwischenstop in Maastricht)

In Absprache mit den Kursleitern können die Kollegiaten selbstverständlich eigene Wünsche einbringen und das Programm mitgestalten.
Sp

Unterrichtsgänge der 11. Klassen SWG Schuljahr 2006/07

  • Freie Waldorfschule Augsburg e.V. (Oktober 2006)
  • Fritz-Felsenstein-Haus für Körperbehinderte (Oktober/ November 2006)
  • Ulrichswerkstätten Augsburg (November 2006)
  • Evangelische Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche; Partnerschafts- und Lebensfragen (Dezember 2006)
  • Bodelschwinghhaus Augsburg (Januar 2007)
  • Kuka
  • Audi Ingolstadt
  • EADS/ Eurocopter Dinkelscherben
  • Wärmestube
  • Rollstuhltag
  • Besuch durch einen Mitarbeiter eines Hospizes
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Rollstuhltag
Teilnehmer des Rollstuhltages im Schuljahr 2003/04

Sp