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SchreibwerkstattSchreibwettbewerbBereits beim ersten Augsburger Schreibwettbewerb waren die MT-Schüler sehr erfolgreich und sind im Buch "Pack´s Augusta" zahlreich vertreten. Wir hoffen, dass dies auch beim zweiten Wettbewerb so sein wird!"Wer schreibt, bleibt wer spricht nicht."Diese Sentenz des Sprachkünstlers Robert Gernhardt ist zum Leitspruch unserer SCHREIBWERKSTATT geworden, einem Wahlkurs im Rahmen der Fachschaft Deutsch, der sich im dritten Schuljahr nach seiner Gründung über eine beständig wachsende Zahl von Teilnehmern freuen darf. Sie spannen den Bogen von Klasse 7 bis 13. Bewusst entscheidet die Deutschnote n i c h t über die Aufnahme in den Kurs, sondern das grundlegende Interesse an der kritischen Auseinandersetzung mit literarischen Vorbildern und besonders an der eigenen schriftstellerischen Kreativität.Vornehmlich findet der Schreibprozess in den Kursstunden selbst statt. Einerseits spielen wir mit Vorstellungen und Wörtern, wobei wir in selbstständigem Handeln neue, eigene Texte produzieren. Andererseits erkunden wir dichterische Verfahren, um unsere eigene Ausdrucksfähigkeit zu schärfen. Dadurch trainieren wir das Handwerk des Schreibens, für das man Regeln erlernen kann. Immer wieder kommt dabei ein schöpferischer Einfall dazu. Grundsätzlich aber gilt: Kreatives Schreiben ist lustbetont! Bisher standen Lyrik und Erzählung im Vordergrund unserer Arbeit. Davon konnten wir auch schon mehrfach veröffentlichen, z. B. wurden wiederholt mehrere Gedichte von uns in den beachtlichen Bänden der "Nationalbibliothek des deutschsprachigen Gedichtes" (in Band V und VI) abgedruckt. Eine unserer gemeinschaftlich produzierten Kurzgeschichten mit dem Titel "Grün vielfältig" ist in einer der jüngsten Ausgaben des "Archivs für Literatur aus Schwaben" zu lesen. Die Science-Fiction-Story einer Oberstufenschülerin unseres Kurses wurde im Erzählband eines Buchverlags veröffentlicht. Immer wieder haben wir Autoren zu Dichterlesungen geladen (z. B. Irma Krauß, Andreas Nohl, demnächst Peter Dempf), was uns der Förderverein des Maria-Theresia-Gymnasiums finanziell ermöglicht. Ein Highlight war im letzten Schuljahr die Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Andreas Nohl in Form eines LITERARISCHEN WORKSHOPs: An drei Nachmittagen wurden wir in unserem Schulhaus unter professioneller Anleitung ganz neu zum Lesen (!) und Schreiben hingeführt. Dabei sind wunderbare Kurzgeschichten zu dem von Herrn Nohl gestellten Thema "Das Fenster" entstanden, die auch von ihm in allen Fassungen jedes einzelnen Teilnehmers redigiert wurden. Schließlich entstand dadurch für jeden Schüler über längere Zeit ein persönlicher Kontakt zum Autor, der bis heute aufrecht erhalten wird. Schreibunterricht vom Profi In der Nachwirkung des Themas "Das Fenster" sind in der SCHREIBWERKSTATT auch lyrische Texte verfasst worden. Zur Zeit versuchen wir uns zum ersten Mal an einer - wie es sich gezeigt hat für uns sehr schwierigen - Gattung, dem Drama, einer weiteren Variation zum selben Thema. Ein langfristig geplantes Ziel, nämlich die Herausgabe eines Buches mit Texten aller drei Gattungen unter dem einheitlichen Thema, verfolgen wir damit hartnäckig weiter. Denn in der SCHREIBWERKSTATT erfahren wir wöchentlich: "Schreiben heißt: Das Glück suchen." (George Bataille) (G. Hornung) TEXTBEISPIELE:
ALLTAG Waschmaschine in kreiselndem Fluss weiß zu weiß, blau zu blau im Wirbel der Socken geht Zeit unter in schäumender Monotonie (Alexandra Janczyk, 9. Klasse) Wenn das Licht verdunkelt wird, Wenn hier alles zerbricht, Kann man mit dem Schild alles reparieren? Oder wirkt es nicht? Wenn die Welt untergeht, Wenn Sigmar vergeht, Wird ein neuer Held geboren. In Middenheim, wo seine Kräfte wachsen Und er endlich erwacht Bekommt er mehr Macht Denn je. (Peter Grinberg, 7. Klasse)
kalt nicht schnee gefallenes laub wie deine fluegel zerbrochen das rauschen zu laut uebertoent deine stimme mein jahr ohne fruehling (Karla Klemann, 12. Klasse) |